Markus Somm: Bürgerlicher Verleger trennt sich von Ehefrau Anita Richner

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Markus Somm trennt sich von Ehefrau Anita Richner. Gleichzeitig verlässt Starjournalist Dominik Feusi den Nebelspalter Richtung NZZ. Doppelter Aderlass für das bürgerliche Medienprojekt — was das für die Schweizer Medienlandschaft bedeutet.
Reporting by Paul Schellenbaum, SwissFinanceAI Redaktion
Markus Somm steht im Frühling 2026 vor einem Doppelschlag. Der Verleger und Chefredaktor des Nebelspalters trennt sich von seiner Ehefrau Anita Richner — und verliert gleichzeitig Dominik Feusi, sein wichtigstes journalistisches Zugpferd. Feusi wechselt zur Neuen Zürcher Zeitung. Zwei Eckpfeiler des Projekts brechen weg. Die Frage, wie robust der Nebelspalter als Medienunternehmen aufgestellt ist, stellt sich neu.
Wer ist Markus Somm?
Markus Somm ist in der Schweizer Medienlandschaft kein Unbekannter. Als Chefredaktor der Basler Zeitung machte er sich als streitbarer Verfechter einer bürgerlichen, wirtschaftsliberalen Linie einen Namen — und Feinde. Den Nebelspalter, das traditionsreiche Schweizer Satiremagazin, übernahm er als Verleger mit einem klaren Ziel: politisch rechts-bürgerlich, digital-first, unabhängig von Grossverlagen.
Das Projekt hatte Ambitionen. Und mit Dominik Feusi als Leitfigur — einem Journalisten, der schnell, meinungsstark und bekannt war — schien es anfangs aufzugehen.
Der Verlust von Feusi ist strategisch
Dominik Feusi gilt als einer der meistgelesenen politischen Journalisten der Deutschschweiz. Sein Wechsel zur NZZ ist kein gewöhnlicher Stellenwechsel. Die NZZ — mit ihrem Abo-Stamm, ihrer Infrastruktur und ihrer Markenbekanntheit — kann Talenten bieten, was unabhängige Kleinpublikationen nicht können: Reichweite, Prestige, Gehaltssicherheit.
Für den Nebelspalter bedeutet Feusis Abgang mehr als eine freie Stelle. Es bedeutet den Verlust einer Marke innerhalb der Marke. Lesende, die primär wegen Feusi das Abo hielten, werden ihre Treue neu bewerten. Im Abo-Journalismus gilt: Einzelne Autoren können mehr Abonnentenbindung erzeugen als die gesamte restliche Redaktion.
Was der Doppelschlag für das Nebelspalter-Geschäftsmodell bedeutet
Anita Richner war nicht nur die Ehefrau von Markus Somm — sie war auch in das Unternehmensgeflecht des Nebelspalters eingebunden. Wie die Trennung die Eigentümerstruktur und die operative Führung des Verlags beeinflusst, ist von aussen nicht vollständig einsehbar. In kleinen Medienunternehmen fliessen private und professionelle Strukturen oft ineinander — was beim Aufbau praktisch ist, wird beim Auseinandergehen zur Komplikation.
Für Investoren und Medienbeobachter ist die Frage berechtigt: Wie abhängig ist der Nebelspalter von seiner Gründerfigur? Was passiert, wenn Somm gesundheitlich ausfällt, das Interesse verliert oder das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr stemmen kann?
Die NZZ als Sog für Schweizer Medienschaffende
Dass Feusi zur NZZ wechselt, ist symptomatisch für einen Trend, den kleinere Schweizer Medienhäuser gut kennen: die asymmetrische Talentkonkurrenz. Die NZZ, Tamedia, CH Media — sie verfügen über Ressourcen, die unabhängige Verlage nicht replizieren können. Aus Somms Sicht ist das eine strukturelle Schwäche, gegen die kein Redaktionskonzept ankommt.
Der einzige Ausweg wäre eine Fokussierung: weniger Redaktionsmitglieder, klarer definierte Zielgruppe, höherer Preis für Abonnenten, die explizit die Unabhängigkeit schätzen. Ob Somm diesen Weg geht — oder ob der Doppelschlag seine Vision grundlegend erschüttert — ist die eigentliche offene Frage.
Was bleibt vom Projekt?
Der Nebelspalter ist ein Nischenprodukt für ein treues, politisch positioniertes Publikum. Das ist eine Stärke und eine Schwäche zugleich. In Nischen lassen sich keine Massen erreichen, aber Loyalität aufbauen. Die Frage ist, ob diese Loyalität stark genug ist, um Feusis Abgang zu absorbieren — und ob Somm die Energie hat, das Projekt nach einer persönlichen Zäsur mit derselben Intensität weiterzuführen.
Der Schweizer Medienmarkt ist immer wieder dann am interessantesten, wenn die Personen, die ihn formen, an ihre menschlichen Grenzen stossen.
🇨🇭 Schweizer Perspektive: Für Schweizer Medien-Investoren und Unternehmen, die Anzeigen- oder Sponsoringentscheide treffen: Publikationen mit hoher Abhängigkeit von Einzelpersonen (Gründer, Star-Autoren) sind strukturell fragiler als solche mit diversifizierten Redaktionen. Der Nebelspalter steht jetzt vor einer Bewährungsprobe. Wie er diese meistert, wird zeigen, ob das Modell trägt — oder ob es auf einem einzigen Schultern ruhte.
Quelle: Inside Paradeplatz — 6. April 2026
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References
- [1]NewsCredibility: 6/10Inside Paradeplatz. "Markus Somms Lebens-Zäsur." April 6, 2026.
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Originalquelle
Dieser Artikel basiert auf Markus Somms Lebens-Zäsur (Inside Paradeplatz)


