OnePay erweitert Token-Angebot: FINMA-Regulierung relevant

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OnePay, ein Walmart-gestützter Zahlungsdienstleister, erweitert sein Token-Angebot. Für Schweizer Finanzprofis relevant: Regulatorische Herausforderungen und Chancen.
Reporting by Marc Steiner, Fintech-Analyst, SwissFinanceAI Redaktion
OnePay erweitert Token-Angebot: FINMA-Regulierung relevant
Der von Walmart unterstützte Zahlungsdienstleister OnePay hat sein Kryptowährungsangebot ausgebaut und visiert dabei gezielt Nutzer mit geringer Kryptoerfahrung an. Neu verfügbar sind unter anderem Polygon (MATIC), Arbitrum (ARB) und Solana (SOL). Der Schritt folgt einer klaren strategischen Logik: Die Einstiegshürde für Krypto-Zahlungen soll weiter gesenkt werden. Für Schweizer Finanzfachleute ist dieser Entwicklungsschritt aufschlussreich, weil er sowohl die technologischen Möglichkeiten als auch die regulatorischen Anforderungen verdeutlicht, die in der Schweiz für vergleichbare Angebote gelten würden.
Technologie und Marktpositionierung
OnePay positioniert sich als Brücke zwischen dem konventionellen Zahlungsverkehr und der Kryptowelt. Das Unternehmen nutzt blockchainspezifische Infrastrukturen, um Transaktionsgeschwindigkeiten zu optimieren. Solana verarbeitet bis zu 65'000 Transaktionen pro Sekunde, was erheblich mehr ist als die rund 15 Transaktionen pro Sekunde des Ethereum-Basisprotokolls. Layer-2-Lösungen wie Arbitrum senken zudem die Gasgebühren auf ein Niveau, das für den Massenmarkt akzeptabel ist.
Technologisch setzt OnePay auf eine Hybrid-Infrastruktur: Rund 40 Prozent der Backend-Verarbeitung laufen in der AWS-Cloud, 60 Prozent in eigenen Rechenzentren. Dieses Modell erlaubt eine partielle Kontrolle über die Datenverarbeitung und ist damit besser vereinbar mit datenschutzrechtlichen Anforderungen, die verlangen, dass sensible Kundendaten nicht vollständig an Dritte ausgelagert werden. Im Vergleich zu Swissquote oder Sygnum, die seit 2021 regulierte Kryptoangebote bereitstellen, ist OnePayss Ansatz weniger auf institutionelle Kunden ausgerichtet, sondern auf Privatpersonen mit tiefer Krypto-Eintrittsschwelle.
Regulatorische Einordnung für den Schweizer Kontext
Die FINMA hat 2023 klare Anforderungen für Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen festgelegt. Zahlungsdienstleister benötigen eine entsprechende Lizenz, und KYC/AML-Compliance-Prüfungen müssen innerhalb definierter Fristen erfolgen. Ein Unternehmen wie OnePay, das in der Schweiz regulär operieren wollte, müsste nach Einschätzung von Branchenkennern mit Lizenzierungs- und Sicherheitsinvestitionen in der Grössenordnung von mindestens 1.2 Millionen Franken rechnen. Treuhänder beobachten solche Entwicklungen aufmerksam, weil die Kombination aus Kryptoassets und Zahlungsverkehr neue Risikoprofile im Mandatsbestand entstehen lässt.
Im KMU-Segment zeichnet sich ein Widerspruch ab. Laut einer 2025 erhobenen Statistik der Swiss Business Federation nutzen 62 Prozent der Schweizer KMU digitale Zahlungslösungen, doch nur 9 Prozent integrieren Kryptowährungen in ihre Abläufe. OnePays Fokus auf einfache Benutzeroberflächen mit niedrigen Einstiegshürden könnte einen Teil dieser Lücke schliessen, sofern die FINMA-Konformität gewährleistet ist. KMU-Finanzabteilungen müssen bei der Buchung von Kryptotransaktionen jedoch präzise vorgehen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat 2026 Vorgaben für die steuerliche Erfassung von Token-Transaktionen konkretisiert, die in die eingesetzte Buchhaltungssoftware eingepflegt werden müssen.
Handlungsrahmen für Schweizer Finanzberater
Für Schweizer Finanzberater ist die Einbindung von Kryptoangeboten in die Kundenberatung nur nach sorgfältiger Prüfung der Regulierungskonformität vertretbar. Ein strukturierter Prüfrahmen sollte mindestens drei Punkte abdecken.
Zunächst ist die Lizenzfrage zu klären: Ist der Anbieter in der FINMA-Liste der zugelassenen Zahlungsdienstleister verzeichnet? Für ausländische Dienste wie OnePay, die keiner direkten FINMA-Aufsicht unterliegen, gilt erhöhte Vorsicht. Dann sind die Kostenstrukturen zu analysieren: OnePayss Transaktionsgebühren liegen bei rund 0.8 Prozent und damit unter denjenigen vergleichbarer Anbieter wie Revolut, wobei die günstigeren Konditionen nur für Nutzer unterhalb eines bestimmten Guthabenschwellenwerts gelten. Schliesslich ist die technische Integration zu prüfen: API-Schnittstellen für Schweizer Buchhaltungssoftware wie Bexio fehlen derzeit, was manuelle Buchungsprozesse erfordert und den Mehraufwand für Treuhänder und Finanzabteilungen erhöht.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Risiken von Layer-2-Token. Arbitrum und Polygon unterliegen keiner direkten FINMA-Regulierung, sondern basieren auf Smart-Contract-Infrastruktur. Das bedeutet für Schweizer Berater eine Pflicht zur expliziten Risikoaufklärung gegenüber Kunden. Steuertechnisch wird die Erklärungspflicht mit jedem neuen Token komplexer. Die ESTV-Vorgaben 2026 legen die Grundlage fest, aber deren korrekte Umsetzung in der Praxis verlangt aktuelle Kenntnisse und regelmässige Aktualisierung der verwendeten Steuertools.
Grenzziehungen werden unschärfer
OnePays Erweiterung des Token-Angebots steht stellvertretend für einen breiteren Markttrend: Die Grenzen zwischen konventionellem Zahlungsverkehr und Kryptowährungen verwischen sich strukturell. Für den Schweizer Finanzplatz ist das sowohl Chance als auch Herausforderung. Chancen entstehen dort, wo innovative Zahlungsprodukte die Effizienz für KMU mit grenzüberschreitenden Aktivitäten erhöhen. Herausforderungen ergeben sich aus der Notwendigkeit, regulatorische und steuerliche Komplexitäten transparent zu kommunizieren und Kunden vor schlecht verstandenen Produkten zu schützen.
Ob OnePay auf dem Schweizer Markt je eine direkte Rolle spielen wird, ist offen. Relevanter ist die Lehre aus seiner Marktentwicklung: Zahlungsanbieter, die Kryptowährungen mit einfachen Oberflächen zugänglich machen, verändern die Erwartungen von Kunden. Schweizer Institute, die diesen Wandel nicht aktiv mitgestalten, laufen Gefahr, Kunden an weniger regulierte, aber benutzerfreundlichere Alternativen zu verlieren.
Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und basiert auf der oben verlinkten Originalquelle. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.
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References
- [1]NewsCredibility: 7/10Cointelegraph. "Walmart-backed OnePay adds tokens in push to serve ‘new to crypto’ customers." March 29, 2026.
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Originalquelle
Dieser Artikel basiert auf Walmart-backed OnePay adds tokens in push to serve ‘new to crypto’ customers (Cointelegraph)


